Verleihung des Fürther Ludwig-Erhard-Preises 2011

Am 25. Mai 2011 hat der Ludwig-Erhard-Initiativkreis den seit 2002 alljährlich ausgeschriebenen, mit 4.000 Euro dotierten Fürther Ludwig-Erhard-Preis vergeben. Evi Kurz, die Vorsitzende des Initiativkreises und Festredner Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder überreichten den Preis an Dr. Stefan Walther.

Um den Preis hatten sich 17 frisch Promovierte mit ihren Dissertationen beworben. Ihre Bewerbungen und Arbeiten sind in einer Broschüre beschrieben, die in der Regel bei Unternehmen auf reges Interesse stößt. (Anforderung unter kontakt@ludwig-erhard-initiative.de)

Herzlicher Empfang: Fürths Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung, die Vorsitzende des Initiativkreises, Evi Kurz, und der Festredner, Altbundeskanzler Gerhard Schröder.

Evi Kurz konnte in der Fürther „Grünen Halle“ rund 800 Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft begrüßen.

Unter den Gästen befanden sich viele namhafte Persönlichkeiten, die teilweise weite Anfahrtswege zurückgelegt hatten. Hier unterhält sich unser Beiratsmitglied Peter Kurz (links) mit Dr. Herbert B. Schmidt, der in den 1990er Jahren den überaus erfolgreichen Übergang Estlands zur Marktwirtschaft durchgeführt hat.

In ihrer Einführungsrede wies Evi Kurz darauf hin, dass Gerhard Schröder 1999 nicht nur eine Büste von Ludwig Erhard ins Bundeskanzleramt stellen ließ, sondern in seiner Regierungszeit auch viele Grundsätze der Erhardschen Politik für aktuell bedeutend angesehen wurden: weil sie damals aktuell waren und darüber hinaus aktuell bleiben müssen; weil es sich um Sachverhalte handelt, die unverzichtbar sind, wenn richtig verstandene Freiheit – die nach Erhard kein „Freibeutertum“ sein darf – und zuverlässige soziale Sicherheit erreicht werden soll, die nach Erhard nur auf Eigenverantwortung und Selbstvorsorge bauen kann.

Gerhard Schröder bedankte sich für die Einladung mit dem Hinweis, dass Sozialdemokratie und Soziale Marktwirtschaft zusammengehören: Die SPD habe sich schon 1959 in ihrem Godesberger Programm eindeutig zu Ludwig Erhards Politik bekannt: „Keine andere Ordnung kann den Menschen mehr Freiheit, mehr Sicherheit und mehr Wohlstand bieten.“

Für ihn als Bundeskanzler habe Erhards Motto „Wohlstand für alle!“ stets große Bedeutung gehabt, denn: „Sozial kann sich eine Wirtschaftsordnung nur nennen, wenn sie den wirtschaftlichen Erfolg allen zugutekommen lässt.“ Es bleibe eine wichtige Aufgabe, die Grundprinzipien der Sozialen Marktwirtschaft zu verteidigen – in Deutschland, aber auch in Europa.

Auf Grund der Entscheidung einer unabhängigen Jury wurde der Fürther Ludwig-Erhard-Preis 2011 Dr. Stefan Walther übergeben. Er hat an der Universität Erlangen-Nürnberg mit einer Dissertation promoviert, die bemerkenswerte Empfehlungen für einen umweltschonenden und kostengünstigen Lkw-Güterverkehr in Europa enthält.

Der Festredner, Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder, und Evi Kurz, die Vorsitzende des Ludwig-Erhard-Initiativkreises Fürth, gratulieren dem Preisträger Dr. Stefan Walther.

Die Dissertationen von Dr. Pia Glaschke, 2. Platz (links im Bild) und Dr. Daniela Jäkel-Wurzer, 3.Platz wurden gemäß der Kriterien des Ludwig-Erhard-Initiativkreises fast ebenso gut beurteilt wie die des Preisträgers, Dr. Stefan Walther.

In einer von Evi Kurz moderierten Diskussionsrunde zeigten die drei Bewerber um den Publikumspreis, dass ihre Arbeiten den Ideen und Überzeugungen von Ludwig Erhard verpflichtet sind.

Der Publikumspreis in Höhe von 1.000 Euro wurde schließlich Frau Dr. Daniela Jäkel-Wurzer (rechte Bildseite: neben Gerhard Schröder) zugesprochen.

Als Gastgeschenk überreichte Evi Kurz Gerhard Schröder eine originalgetreue Kopie der Fürther Ludwig-Erhard-Büste.

Launiger Schluss: Carl Christian Fürst von Wrede (rechts im Bild) kredenzt Gerhard Schröder, Fürths OB Dr. Jung, und Evi Kurz ein erfrischendes Pils aus der hauseigenen Fürst Carl Brauerei in Ellingen.

Druckfrisch: Im neu erschienenen 3. Heft unserer Schriftenreihe beschreibt Dr. Horst Friedrich Wünsche, der bis zum Tod von Ludwig Erhard dessen wissenschaftlicher Mitarbeiter war, die politischen Absichten und die aktuelle Bedeutung von Erhards Sozialer Marktwirtschaft. Der Geschäftsführer des Initiativkreises, Thomas Dreykorn, freut sich über das große Interesse, das dieses Heft fand. Es kann beim Ludwig-Erhard-Initiativkreis Fürth bezogen werden bzw. über den Buchhandel (ISBN 978-3-943111-02-6).

Der Fürther Ludwig-Erhard-Preis wurde in diesem Jahr von der Deutschen Bank AG, Niederlassung Nürnberg gestiftet, die Preistrophäen vom NH-Hotel Erlangen.

Weitere Sponsoren der Veranstaltung waren:

  • Henriette Schmidt-Burkhardt,
  • GfK Verein,
  • Deloitte,
  • Fürstlich Castell’sche Bank,
  • Fürstliches Brauhaus Ellingen und
  • Deutsche Bank Nürnberg.

Impressionen